„Wir sind für euch da!“

"8. Onkel Sax Ausbildungsmesse" virtuell

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Darum sind wir für euch da …

Vor wenigen Wochen veröffentlichte die Bundesagentur für Arbeit wieder ihre Zahlen zum Ausbildungsmarkt in Sachsen. Demnach haben noch rund 7.300 Jugendliche keinen Ausbildungsplatz. Demgegenüber stehen allerdings knapp 8.700 offene Lehrstellen. Gleichzeitig sind die 17.700 gemeldeten Berufsausbildungsstellen im Vergleich zum Vorjahr nahezu identisch geblieben.

Angesichts dieser veröffentlichten Zahlen verwundert es auf den ersten Blick, warum viele Jugendliche laut der aktuellen Bertelsmann-Studie „Ausbildungsperspektiven im zweiten Corona-Jahr“ die Chancen auf einen Ausbildungsplatz als eher gering ansehen (rund 71%).

Wieso ist diese Diskrepanz so groß? Fehlende Berufsorientierung an Schulen

Zugegeben: das passende Matching von Bewerbenden und Ausbildungsberufen ist kein neues Thema. Jedoch fielen seit dem vergangenen Schuljahr mit den Schließungen und dem damit verbunden Homeschooling wichtige Bausteine in der Berufs- und Studienorientierung weg. Das Auseinandersetzen mit der eigenen Berufswahl war bei vielen Jugendlichen kein Thema. Es fehlte schlicht die Sensibilisierung durch entsprechende Angebote im Verantwortungsbereich der Schule. Praktika, Betriebsexkursionen, Berufsfelderkundungen oder Berufsorientierungsprojekte konnten nicht durchgeführt werden. Zumindest mit neuen virtuellen Formaten wie virtuellen Betriebspraktika oder Online-Messen konnte der Kontakt zwischen Schüler*Innen und Unternehmen einigermaßen aufrechterhalten werden. Die Isolation der Jugendlichen führte schließlich auch dazu, dass der Austausch zu beruflichen Vorstellungen, Wünschen oder Meinungen weitestgehend ausblieb.

Auch Informationen zu Ausbildungsmöglichkeiten, Praktikazeiträumen oder zum Ausbildungsstart unter Corona-Bedingungen hatten große Streuverluste und erreichten Eltern als sekundäre Zielgruppe zu selten.

Selbst nach Wiederaufnahme des Schulbetriebes unter strengen Hygiene-Regeln hatte die Berufsorientierung an Schulen in den seltensten Fällen eine hohe Priorität. Zunächst galt es vielerorts den Schulalltag mit Wechselunterricht zu organisieren und den Fachunterricht abzusichern.

Im Ergebnis bleibt festzuhalten, dass die Berufsorientierung im schulischen Kontext kaum stattfand. Nur punktuell und des Engagements einzelner Schulleitungen, Lehrkräfte und Praxisberater*Innen ist es zu verdanken, dass der Prozess der Berufsfindung nicht vollkommen zum Erliegen kam. Allerdings wird das entstandene Defizit so schnell nicht geschlossen.

„Wir bilden aus!“

Waren auf der anderen Seite die Unternehmen in der Hochzeit von Corona für Jugendliche nicht sichtbar? Nach der Bertelsmann-Studie schätzten mehr als die Hälfte der Ausbildungsplatzsuchende (54%) die Zahl an Ausbildungsplätzen als zu gering ein. Ein Faktor ist sicher das Fehlen einer offenen und transparenten Kommunikation. Das Einwerben von Verständnis in der unübersichtlichen Situation sowie die Suche nach Lösungen und Wegen für die Absicherung der Ausbildung hätten sicherlich positive Effekte für die Unternehmen zur Folge. Spätestens jetzt sollte ein Statement gesetzt werden, frei nach dem Motto: „Wir bilden aus!“ Denn noch sind viele Jugendliche weiterhin unsicher, ob Unternehmen auch tatsächlich wieder im kommenden Jahr ausbilden.

Zumindest in der konzertierten Aktion „Sommer der Berufsausbildung“ von Bundesregierung, Bundesagentur für Arbeit, Kammern und Verbänden wird mit der Kampagne #Ausbildungstarten öffentlichkeitswirksam für die Duale Ausbildung geworben. Aber auch jedes einzelne Unternehmen kann und muss seinen Beitrag leisten und für mehr Sichtbarkeit sorgen.

Mit der Ausbildungskampagne „Onkel Sax“ (www.onkel-sax.de) stehen für das neue Schuljahr bereits die ersten Termine für Messen und Schulveranstaltungen in der Region fest. Für Unternehmen mit offenen Ausbildungsstellen eine gute Gelegenheit, um mit Schüler*Innen in Kontakt zu treten und diese vom Unternehmen zu überzeugen. Dies gelingt auch mit interaktiven 360°-Rundgängen unserer Marke „Scout Ed“ (www.scout-ed.de). Jugendliche können auf Messen, Karrierewebsites oder unter scout-ed.de Unternehmen virtuell erkunden. Mit kurzen Mitarbeitervideos lernen sie die Menschen hinter dem Unternehmen kennen und erhalten einen interessanten und authentischen Einblick in den Arbeitsalltag von Unternehmen.  Genau das richtige, um Jugendliche künftig zu überzeugen!

 

Autor: Sascha Bohn

 

 

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