Tipps für Videointerviews 

Neue Berufe im E-Handwerk

elektrisiert?

Während die Digitalisierung neue und ortsunabhängige Formen der Durchführung von Bewerbungsgesprächen ermöglicht hat, befeuert der Corona-Virus diesen Trend. Um nach der Krise wieder voll durchstarten zu können, müssen Bewerbungsgespräche trotz allem systematisch geplant und durchgeführt werden. Eine gute Möglichkeit bieten daher Gespräche mit Bewerbern per Video.

Was Arbeitgeber bei Videointerviews beachten sollten! Um Missverständnissen vorzubeugen sei eine Begriffsdefinition vorangestellt, da es mehrere Arten der Videobewerbung in der Praxis gibt:

  • Das persönliche Video des Bewerbers (Ersatz der klassischen Bewerbungsunterlagen);
  • Ein Video zur persönlichen Vorstellung und nur als Ergänzung zum Lebenslauf;
  • Ein asynchrones Videointerview mit vorgegebenen Fragen; und
  • Ein synchrones Videointerview mit dem Bewerber.

Bei der Anwendung des Begriffs werden jedoch meist zwei unterschiedliche Prozessschritte miteinander vermischt:

  • Die Einreichung der Bewerbung
  • Die Nutzung des Interviews per Videokonferenz im Rahmen der (Vor)Auswahl.

Im Folgenden liegt das Hauptaugenmerk auf dem synchronen (Live-)Videointerview mit dem Bewerber per Videokonferenz im Rahmen des Auswahlprozesses.

Zu allererst: Überlegen Sie sich zunächst, welche Tools und Software geeignet sind, um eine gute Qualität in Bild und Ton zu gewährleisten. Beispielhafte Tools sind u. a.:  Skype (Business), Webex, Zoom, Clickmeeting, GoTomeeting, Google Hangouts,  Wire (B2B)

Anhand von Pretests und je nach Bedarf ist die Anschaffung notwendiger Medientechnik hilfreich. Dies können beispielsweise Videokonferenzsysteme bestehend aus E-Screen, Kamera und Soundbar sein oder drahtlose Übertragungssysteme, um die Anbindung mobiler Endgeräte zu ermöglichen.
Nach Auswahl des geeigneten Tools ist darauf zu achten, dem Bewerber neben organisatorischen Informationen eine kurze und verständliche technische Anleitung an die Hand zu geben, damit dem reibungslosen Ablauf nichts mehr im Wege steht. Nichts ist für beide Seiten frustrierender, wenn der Bewerber dem virtuellen Meetingraum nicht beitreten kann oder der einer der teilnehmenden Gesprächspartner nicht zu hören oder zu sehen ist. Verzögerungen führen zumeist zu zeitlichem Druck und haben einen negativen Einfluss auf die Qualität des Gesprächs.

Vor dem Gespräch:

  • Treffen Sie letzte Absprachen mit weiteren beteiligten Gesprächspartnern Ihres Unternehmens (z. B. Ausbildungs- oder Abteilungsleiter, Gleichstellungsbeauftragter, Betriebsrat)
  • Betreten Sie ein paar Minuten vor dem Gespräch den virtuellen Meetingraum, um gegebenenfalls abschließende Vorbereitungen zu treffen (Video- oder Mikrofon-Test, Präsentationsunterlagen hinterlegen etc.)
  • Vermeiden Sie Störgeräusche und Unterbrechungen (z. B. Telefonanrufe, störende Mitarbeiter)
    Sofern die Bewerbungsgespräche per Video nicht vom Unternehmen ausgeführt werden, achten Sie auf einen neutralen Hintergrund.

Während des Gesprächs:

  • Schalten Sie Mikrofon und Kamera ein, sobald der Bewerber dem Meetingraum beigetreten ist und das Gespräch beginnen kann.
  • Stellen Sie zunächst alle beteiligten Gesprächspartner dem Bewerber vor.
  • Erläutern Sie die Vorgehensweise des Gesprächs.
  • Sorgen Sie bei technischen Problemen wie eine schlechte Internetverbindung für eine schnelle Wiederaufnahme des Gesprächs oder einer alternativen Möglichkeit in Form eines telefonischen Bewerbungsgesprächs.
  • Besprechen Sie abschließend mit dem Bewerber den weiteren Bewerbungsprozess inklusive Zeitplan.
  • Verabschieden Sie den Bewerber.

Nach dem Gespräch: 

  • Geben Sie dem Bewerber ein zeitnahes Feedback

Autor: Sascha Bohn
Bei Fragen steht Ihnen Herr Bohn unter sascha.bohn@intersyst.de zur Verfügung.