Kommunikation, Konzentration,

meistern der Krisensituation

Dresdner Lange Nacht der Wissenschaft am 09.07.2021

digital und überall

Kommunikation Konzentration Krisensituation

Zwischen Tränen und Langeweile: Wie gelingt gute Kommunikation, Konzentration, meistern der Krisensituation im Homeschooling

Die Situation ist an vielen Tagen ähnlich:

Deutschunterricht im Wohnzimmer am Vormittag. Absolut kein Lieblingsfach meines Sohnes. Aus einer simplen Abschreibeaufgabe wird gern ein einstündiger Marathon, der an meiner Geduld zehrt. Mal fehlt die Konzentration. Mal hinterfragt mein Sohn die Sinnhaftigkeit der Aufgabe. Oder es sind einfach zig Dinge neben seinem Schreibtisch interessanter als das Schreiben von neuen Lernwörtern. Eine kurze Ermahnung, bei der Sache zu bleiben, kann dann manchmal schon zu Tränen führen. Wie behält man da die Ruhe, obwohl man nebenbei noch dringende E-Mails beantworten müsste? Hier bin ich eben Mutter und keine Pädagogin. In sieben Wochen Homeschooling habe auch ich dazugelernt. Ich werde gelassener und die Mails müssen eben warten. Das Kind will meine volle Aufmerksamkeit. Was gute Kommunikation in Krisensituationen im Homeschooling ausmacht, darüber lerne ich gerade täglich mehr. 

Ähnlich geht es meinem Kollegen Alexander Hesse. Er ist mit zwei Kindern im Homeoffice. „Wenn es kritisch wird, nehmen wir uns aus der Situation ‚raus‘ und richten die volle Konzentration auf eins der Kinder. Meist hilft Ablenkung mit Spielen oder eben besondere Aufmerksamkeit. Kritische Situationen haben wir meist, wenn unser Kleiner unausgelastetund dann mit sich selbst und allen anderen ringsum unzufrieden ist. Unseren Großen mussten wir immer mal ein bisschen Motivation zuwerfen und den Kleinen mal richtig auspowern“, berichtet er.  

Um kritische Gespräche mit Kindern gut zu gestalten und gemeinsames Lernen zum Erfolg zu führen, kann der folgende Leitfaden helfen: 

  1. Ich-Botschaften formulieren, Du-Botschaften vermeiden  
  2. Empathie herstellen: Da hilft es, sich an seine eigene Schulzeit zu erinnern. 
  3. Aktives Zuhören, Zeit nehmen. 
  4. Gemeinsames Brainstorming für Lösungen (Es gibt immer mehrere Möglichkeiten) 
  5. Vor Beginn ein klares Ziel formulieren und einen Plan erstellen (z.B. Wochenstundenplan), Etappenziele setzen. Das wirkt sich positiv auf die Motivation aus. Die Teilziele können jeden Tag abgehakt werden. 
  6. Zeit einplanen. Gewohnheiten zu verändern, bedarf Zeit und geschieht nicht von heute auf morgen. 
  7. Vorbild sein 
  8. Kindern Mut machen – Stärken und Fähigkeiten betonen. (Das heißt nicht, dass immer mit dem begonnen werden sollte, was das Kind schon gut kann. Neue Aufgaben als Herausforderung sehen)

Und hier wollen wir euch noch ein kleines Modell zur gewaltfreien Kommunikation mit an die Hand geben.

Kommunikation Konzentration Krisenaituation 

 Bildquelle: https://teamentwicklung-lab.de/teamentwicklung-mit-gfK 

In unserem nächsten Beitrag geht es um Homeschooling und E-Learning speziell für Grundschüler.  

Hier bloggt die Dresdnerin Skadi Hofmann. Skadi ist Journalistin und PR-Managerin zwischen Homeoffice und Homeschooling mit einem Zweitklässler. Unterstützt wird sie mit verschiedenen Erfahrungsberichten. Diesmal wieder von ihrem Kollegen Alexander Hesse, Marketingleiter bei Post Modern – mit einer Viertklässlerin und einem Kitakind im Homeoffice. Den Leitfaden hat uns die ehemalige Gymnasiallehrerin Kathrin Michel erarbeitet. 

Zum vorherigen Blogbeitrag „Homeschooling“ kommen Sie hier.

* Im Interesse einer besseren Lesbarkeit wird nicht ausdrücklich in geschlechtsspezifischen Personenbezeichnungen differenziert. Die gewählte männliche Form schließt selbstverständlich das weibliche und diverse Geschlecht ein