E-Learning in der Ausbildung

Pluspunkt bei jungen Bewerbern

Star up - Bild von StartupStockPhotos auf Pixabay

E-Learning liegt im Trend und kann ein Pluspunkt für die Ausbildung sein

Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass sich viele Jugendliche beim Lernen selbst helfen mussten. Die Gründe lagen nicht nur an den technischen Voraussetzungen an den Schulen. Vielfach waren die bereitgestellten Lernhilfen und -angebote für das Homeschooling unbefriedigend oder nicht ausreichend. Also schauten sich viele Schüler nach Alternativen um.

Die digitale Welt

Einen besonderen Zuspruch erhielten Lernvideos per App, YouTube & Co. Gemessen an den Zugriffen verzeichneten beispielsweise die Videos von THE SIMPLE CLUB eine Steigerung von 355 Prozent in der Zeit der Schulschließungen. Rund eine Million Schüler nutzten zusätzlich die simpleclub-App. Ebenso hohe Steigerungsraten war auch bei der Initiative STARTUP TEENS zu verzeichnen, die gleichzeitig die reichweitenstärkste digitale Bildungsplattform für Unternehmertum und Coding in Deutschland ist. Ähnliches gilt bei den Angeboten von Daniel Jung.

Die Umsetzung des E-Learnings in der Ausbildung

Spätestens jetzt sollte auch jeder Unternehmer wissen, wie sich das Lernverhalten der Jugendlichen verändert hat und E-Learning fast schon selbstverständlich ist. Eine herausgehobene Stellung nimmt das Mobile Learning ein. Das Lernen in kleinen digitalen Lerneinheiten („Lernnuggets“) nimmt nur wenige Minuten in Anspruch und läuft auf den mobilen Endgeräten. Dabei steigen Motivation und Lernerfolg spürbar an und lassen sich problemlos in den Tagesablauf integrieren. Vollkommen zeit- und ortsunabhängig mit klar fokussierten Inhalten.

Die aktuelle Studie Azubi-Recruiting Trends 2020 zeigt, dass Mobile Learning inzwischen die beliebteste Lernform unter Jugendlichen mit 56 Prozent ist. Erst danach folgen bei weitem Abstand das klassische Web-Based-Training, Simulationen und Onlinekurse. Dennoch bieten laut der Studie aber nur etwas mehr als die Hälfte (55 %) der Unternehmen digital unterstütztes Lernen während der Ausbildung an.

Umsetzungsbeispiel für E-Learning in der Ausbildung

Das Lernapps nicht nur auf Schüler abzielt, sondern auch in die Berufsausbildung im Blick hat, beweist eine Zusammenarbeit der Gründer von simpleclub und Brillux. Dabei wurde die komplette Ausbildung zum Maler und Lackierer in der simpleclub-App digitalisiert, damit sich jeder Azubi in seinem eigenen Tempo auf die Prüfungen vorbereiten kann. Weitere Berufe werden mit Sicherheit folgen.

Wer an dieser Stelle Angebote im E-Learning bereithalten kann, sammelt Pluspunkte bei den jungen Bewerbern. Allerdings sollte das Hauptaugenmerk nicht darauf abzielen, nur die eigene Attraktivität zu steigern. Vielmehr ist auf lern didaktische, organisatorische und qualitätssichernde Argumente zu achten!

Autor: Sascha Bohn

* Im Interesse einer besseren Lesbarkeit wird nicht ausdrücklich in geschlechtsspezifischen Personenbezeichnungen differenziert. Die gewählte männliche Form schließt selbstverständlich das weibliche und diverse Geschlecht ein

2 Kommentare

  • Carlo sagt:

    Interessanter Beitrag zu einer essentiellen Erkenntnis! Der Mobile First Trend zieht sich mittlerweile durch alle Lebensbereiche und Covid-19 und seine Konsequenzen haben diese Entwicklung scheinbar zusätzlich befeuert. Das mobile Internet ist mittlerweile in Apps gegossen und nur wer Apps für die eigenen Interessen zu nutzen weiß, schafft es in der Regel auch tatsächlich seine Zielgruppe(n) zu erreichen. Das gilt auch für den Bildungsbereich und die Frage, wie man die Aufmerksamkeit der Auszubildenden gewinnt und behält. Ich bin sehr gespannt, wie die verschiedenen Betriebe diese Erkenntnis weiterhin aufnehmen und umsetzen werden.

    • Onkel Sax sagt:

      Hallo Carlo,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Auch wir sind gespannt, wo die Reise hingeht und hoffen, dass die Krise einer der Auslöser war, den Bildungsbereich zu digitalisieren. Viele Schüler kennen sich mit Apps und dem Umgang damit schon sehr gut aus, doch Erfahrungen zeigen, dass das Bildungssystem an der Stelle lange noch nicht so weit ist.
      Wie man die Aufmerksamkeit der zukünftigen Auszubildenden gewinnt und behält, das setzen wir gerade mit unserem modularen Recruiting Tool „Scout Ed“ um. 360° Rundgänge in Unternehmen „Scout Ed“ VR und das dazugehörige Bindungstool „Scout Ed“ Quiz. Das alles vereint auf einer Plattform, auf die jeder zugreifen kann.
      Die Zeit ist und bleibt spannend und regt sicher zur Weiterentwicklung oder zum Umdenken an.

      VG Jana Fertig vom „Onkel Sax“ Team

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