Bewerbung per WhatsApp?

Sinnvoll oder nicht? 

OpenAir-Azubimesse

am 26.09.2020

WhatsApp_messenger

Welche Vorteile bietet die Bewerbung per WhatsApp und wie sinnvoll oder auch nicht ist das für die Beteiligten. Das Thema beschäftigt uns schon sehr lange. Nun hat sich Sascha ausführliche Gedanken darüber gemacht.

Nutzungsverhalten

Betrachtet man das Nutzerverhalten der Generation Z, so wird schnell klar, dass eine überwältigende Mehrheit der Jugendlichen über WhatsApp kommuniziert. Was liegt auf den ersten Blick näher, als Bewerbungen auf ausgeschriebene Ausbildungsstellen auch über diesen Messenger zu ermöglichen. Die Mehrheit der Zielgruppe nutzt es. WhatsApp ist einfach zu bedienen und bedarf kaum großer Erläuterungen. Abgesehen davon nutzen einige Unternehmen und Kammern WhatsApp mithilfe von Chatbots bereits für das Azubimarketing und die Berufswahl. Als Beispiel sei an dieser Stelle die WhatsApp-Azubi-Sprechstunde“ der Handwerkskammer für Schwaben genannt.  

Vorteil des Messengerdienstes WhatsApp

Vordergründig nutzen Unternehmen aus der Kreativbranche den Messenger-Dienst für ihren Bewerbungsprozess. Es gibt aber auch immer mehr Unternehmen aus dem Handwerk, die angesichts weniger Bewerbungen auf einen formalen Bewerbungsprozess verzichten und eher pragmatisch denken.  

Vorteile einer Bewerbung per WhatsApp: 

  • Starke Zielgruppenorientierung 
  • schneller Bewerbungsprozess mit kurzen Reaktionszeiten („auf kurzem Wege“) 
  • zunehmender Verzicht auf ein Anschreiben 

Was ist zu beachten

Bieten Unternehmen die Möglichkeit einer Bewerbung über den Messenger-Dienst WhatsApp an, so sollte der Bewerber vorab Infos zu den benötigten Unterlagen erhalten. 

Hier ein paar Tipps: 

  • Eine kurze Vorstellung der eigenen Person
  • Berücksichtigung der Hinweise und Wünsche des Unternehmens
  • Mitsenden des Lebenslauf und weitere Dokumente (auch als Foto in guter Qualität)
  • Beachtung der korrekte Rechtschreibung
  • Wählen eines authentisches Profilbild und Status

 Fazit

Das Bewerben per WhatsApp hat viele Vorteile. Jedes Unternehmen sollte es natürlich aus Datenschutzrechtlichen Gründen abwägen, ob und wie per Messenger-Dienste mit der Zielgruppe kommuniziert wird.  WhatsApp gehört zu Facebook und Facebook ist in den USA beheimatet. Somit unterliegt das Unternehmen nicht den Datenschutzrichtlinien der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die für alle Länder der Europäischen Union gilt. Des Weiteren sammelt WhatsApp Daten, die von den Nutzern selbst angegeben werden: Geburtstag, Telefonnummer, Profilbilder.  

Autor: Sascha Bohn

* Im Interesse einer besseren Lesbarkeit wird nicht ausdrücklich in geschlechtsspezifischen Personenbezeichnungen differenziert. Die gewählte männliche Form schließt selbstverständlich das weibliche und diverse Geschlecht ein

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