Alltagshelden I

Fortsetzung 1

"8. Onkel Sax Ausbildungsmesse" virtuell

Vorträge

Unser Blog „Alltagshelden“ endete in der letzten Woche mit dem IT-Systemelektroniker. An der Stelle möchte ich diese wieder Woche ansetzen, da wir noch vielmehr (un)entdeckte „Alltagshelden“ haben.

Anfangen möchte ich heute mit den Angestellten in den Apotheken.

Zum Glück muss ich nicht so oft in die Apotheke. Und wenn, dann benötigte ich eigentlich nur mal eine Lippenpflege oder Kopfschmerztabletten. In den letzten Wochen war ich aber gefühlt jeden Tag in der Apotheke. Und das Bild hat sich drastisch verändert. Die Apotheker bzw. Apothekenhelfer standen hinter einer provisorischen Glasfront und man konnte nur noch einzeln eintreten. Sie tragen jetzt auch Einmalhandschuhe. Erst da wurde mir richtig bewusst, was diese Alltagshelden gerade jetzt leisten müssen. Auch sie sind diesem Coronavirus direkt ausgesetzt und müssen sich im Besonderen schützen. Denn eine Apotheke einfach zu schließen wäre für diejenigen, die darauf angewiesen sind, fatal.

Apotheker sind der erste Ansprechpartner, wenn ich Fragen zu Medikamenten und deren Anwendung habe oder einfach nur eine Beratung beispielsweise bei einer Erkältung benötige. Aber auch mit Nahrungsergänzungsmitteln und Vitaminen kennen sie sich aus. Sie mischen Salben und Säfte und wissen dabei ganz genau, wie die Zusammensetzungen und die Dosierung sein müssen.

Auch diese Berufsgruppe hat es nicht leicht, Nachwuchs zu finden. Deshalb gehen wir heute näher auf die Berufe in der Apotheke ein.

Apotheker

Pharmazeutisch-Kaufmännischer Angestellter (PKA) und  Pharmazeutisch-Technischer Assistent (PTA)  

Schaut auch auf der Seite unseres neuen Kampagnenmitglieds, der Sächsischen Landesapothekerkammer  (SLAK) vorbei. Dort findet ihr weitere interessante Informationen und Ansprechpartner.

Nun geht’s mit Teil 2 “Forschung und Entwicklung” weiter.

Es ist spannend zu sehen, welche Berufe dazugehören. Und es gibt auch Experimente für Zuhause.

Jeden Tag hören wir fasziniert, was Forscher und Entwickler in den vergangenen 24 oder 48 Stunden Neues zu Corona herausgefunden haben. Da werden Teile für ein Beatmungsgerät im 3D-Drucker hergestellt und wie ein Baukasten zusammengesetzt. Da werden Medikamente, die eigentlich zur Bekämpfung von Ebola eingesetzt werden, als mögliches Corona-Medikament getestet. So viele Ideen und Menschen, die ohne Pause daran arbeiten.

Welche Berufsgruppen stecken eigentlich hinter diesen Forschungen und Entwicklungen?
Wer denkt, dass in der Forschung nur Wissenschaftler tätig sind, liegt falsch.  Denn auch Chemie-, Biologie- oder Physiklaboranten arbeiten eng mit Chemikern, Physikern, Pharmazeuten und Biologen zusammen. Sie bauen Versuchsreihen auf, die von Pflanzen, Mikroorganismen oder Tieren über physikalische Untersuchungen und Experimente bis hin zu Stoffen unterschiedlicher Art reichen.  Die Beobachtungen oder Testergebnisse werden für die Herstellung von Medikamenten oder auch Kosmetikartikel genutzt.
Diese Menschen arbeiten oft in Forschungslaboren, die an Universitäten oder Institute wie das Universitätsklinikum “Carl Gustav Carus” Dresden und das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) angegliedert sind. In der Industrie gibt es vielfältige Tätigkeitsbereiche in Entwicklungsabteilungen, Produktionsabteilungen, Kontroll-Laboren oder Prüfanstalten. Oder auch wie bei unserem Kampagnenmitglied Glaxo Smith Kline, der ebenfalls Impfstoffe herstellt.

Damit ihr aber nun eine bessere Vorstellung von diesem Berufsfeld bekommt, findet ihr hier Mitmachexperimente vom Helmholtz-Zentrum für zu Hause und hier eine Broschüre mit Experimenten für zu Hause

Im nächsten Abschnitt widme ich mich den Alltagshelden, die eine besonders große Verantwortung für die Sicherstellung unserer Gesundheit haben.

Damit ist das gesamte Pflegepersonal in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Pflegediensten gemeint. Sie kümmern sich um Patienten, um unsere Omas und Opas, geben in dieser Zeit Zuversicht und leisten Übermenschliches.

Wer hat nicht die aktuellen Bilder im Kopf aus Krankenhäusern in Europa. Wer leidet nicht mit, wenn Pfleger und Ärzte völlig erschöpft auf dem Gang stehen und sich an die Wand lehnen müssen, weil sie einfach nicht mehr können. Erst mit diesen Fotos ist mir klar geworden, welch große Verantwortung und psychische Belastung auf diesen Alltagshelden lastet.

Derzeit bekommen Sie große Anerkennung, es wird für Sie geklatscht und gesungen. Doch leisten sie das alles nicht erst seit der Corona-Pandemie, sondern bereits seit vielen Jahrzehnten. Es wird Zeit, dass diese Berufsgruppen das positive Image bekommen, das sie verdienen.
Wir leben in einer Zeit, in der sich unsere Gesellschaft verändert. Und Ihr könnt dies aktiv mitgestalten! Ich stelle Euch die Berufe vor, die auch Dich zum Alltagshelden machen.

Damit verabschiede ich mich in die Osterpause und hoffe, Ihr seid wieder dabei, wenn es im dritten Teil der Alltagshelden um Fracht, Kurier, Post … geht.

Autoren: Jana Fertig, Jana Simmat

* Im Interesse einer besseren Lesbarkeit wird nicht ausdrücklich in geschlechtsspezifischen Personenbezeichnungen differenziert. Die gewählte männliche Form schließt selbstverständlich das weibliche und diverse Geschlecht ein.