Adé Klischee

OpenAir-Azubimesse

am 26.09.2020
 
 

Adé Klischee

Heute möchte ich den Fokus auf die klassischen Jungen- und Mädchenberufe aufmerksam machen und meine nur „Adé Klischee“.

Soeben las ich den DGB-Ausbildungsreport, der mich dazu veranlasste, diesen kleinen Blogbeitrag zu schreiben. Er passt so wunderbar zu unserer letzten Blogserie „Berufen auf der Spur“. In der Serie haben wir uns ja hauptsächlich über die Nichtwahl von Berufen Gedanken gemacht.

Nach wie vor sind wir davon überzeugt, dass die Wahl für einen Beruf intuitiv hauptsächlich durch die Meinungen und Erfahrungen der Eltern geprägt ist. Doch ein Wandel – auch bei den Meinungen der Eltern zu den verschiedenen Berufen – ist spürbar.

Das Klischee

Es gibt die klassischen Mädchen- und Jungenberufe wie z.Bsp. in der Pflege oder im KFZ-Bereich. War es vor einigen Jahren noch, dass sich bei Berufsorientierungsveranstaltungen die Jungen am Stand des Autohauses fast auf die Füße traten, war es bei den Mädchen die magische Anziehung einer Puppe z.Bsp. bei einem Pflegedienst. Heute ist an diesen genannten Ständen immer eine bunte Mischung zu finden.

Der Blick in die Zukunft

Viele Mädchen und Jungen, die ihre Ausbildung nach ihren Neigungen und Interessen wählen sind sehr zufrieden.
Mit verschiedenen Berufsorientierungsveranstaltungen wie die schulinternen „Onkel Sax“ Berufsorientierungsmessen oder „Schau rein“, der Girls’Day und Boys’Day sind wir auf dem richtigen Weg mit bestehenden Klischees aufzuräumen.

Durch die verschiedenen Aktionen werden die Erfahrungsräume nicht nur für junge Menschen erweitert, sondern auch für Unternehmen.

Befragt man die jungen Frauen und Männer nach den Aussichten auf eine Übernahme nach der Ausbildung in männlich bzw. weiblich dominierten Berufen, so ist die Quote in etwa gleich.  42 Prozent der jungen Frauen und 41 Prozent der jungen Männer haben in dieser Hinsicht bereits eine Zusicherung.

Die Wertschätzung

Die weiblich dominierenden Berufe, z.Bsp. im Pflege- und Gesundheitswesen, erhalten inzwischen mehr Wertschätzung. Die beginnt bereits in der Ausbildung. Die Arbeits- und Ausbildungsbedingungen haben sich verbessert.

Dank der Krise wird sich nun noch mehr ändern. Die oben genannten Bedingungen in den Berufen werden sich weiter verbessern, damit diese Bereiche weiterhin für junge Menschen attraktiver werden.

Der Trend

Ein weiterer positiver Trend ist zu erkennen – die Zahlen der Neuabschlüsse von Männern in der Altenpflege ist gestiegen und steigt weiter.

Es wurde das Schulgeld für eine schulische Ausbildung in diesem Bereich abgeschafft. Positiv ist auch, dass die Pflegeberufe zu einer Ausbildung zusammengefasst wurden und eine Entscheidung erst während der Ausbildung getroffen werden muss.

Interessante Informationen zum Pflegeberufegesetz findest du hier und wenn du dich für eine Ausbildung zur Pflegefachkraft interessierst, dann informiere dich hier.

Und damit Adé Klischee

Autor: Jana Fertig

* Im Interesse einer besseren Lesbarkeit wird nicht ausdrücklich in geschlechtsspezifischen Personenbezeichnungen differenziert. Die gewählte männliche Form schließt selbstverständlich das weibliche und diverse Geschlecht ein

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